Gegenzölle auf US-Präsident Donald Trumps Strafzölle könnten auch deutsche Unternehmen empfindlich treffen und Auswirkungen auf die Fleischpreise haben. Hintergrund sind mögliche Zölle auf Sojabohnen, die hier Bestandteil von Viehfutter sind. Dadurch könnte Fleisch teurer werden, hat Hermann-Josef Baaken, Geschäftsführer des Deutschen Verbands Tiernahrung (DVT) gegenüber Medien angedeutet.
Deutschland importierte im vergangenen Jahr 3,7 Mio. Tonnen Sojabohnen, davon stammten etwa zwei Drittel aus den USA. Das zu Schrot verarbeitete Soja ist laut DVT unverzichtbarer Bestandteil von Futtermitteln für Schweine, Geflügel und Rinder.
In Deutschland und der EU wird nicht genug Soja für den Eigenbedarf produziert. Das globale Soja-Angebot ist derzeit groß, unter anderem von Lieferländern wie Brasilien und Ukraine. Der Deutsche Bauernverband hält es für denkbar, auf andere Bezugsquellen auszuweichen, erwartet durch die Zölle dennoch Auswirkungen auf die Preise.